Endlich durfte wieder „normal“ geübt werden… 

am ersten Samstag im April traf sich ein Teil der Ortswehr zur Zugübung. Ausgangslage war das Einsatzstichwort „H1- Unterstützung Rettungsdienst“ 

Ein Forstarbeiter wurde unter einem Baum eingeklemmt. Sein Kollege erschrak und ließ seine Säge fallen. Beim Versuch ihm zu helfen, stürzte er und wurde bewusstlos. Aufgrund der heißgelaufenen Säge entstand im Verlauf ein Flächenbrand. 

Der ersteintreffende Gruppenführer stellte als erstes fest, das die Einsatzstelle mit den Großfahrzeugen nicht erreichbar ist, also musste alles benötigte Material mit Manneskraft transportiert werden. Lagefeststellung: der Patient hat eine Pfählungsverletzung am Oberschenkel, der Baum muss also unterfüttert und nach der Sicherung zersägt werden ohne den Ast zu entfernen. Nach Auftauchen des Försters wurde festgestellt, das ein weiterer Mitarbeiter vermisst wird, daraufhin wurde sofort mit dem nicht eingefahren Personal eine Personensuche eingeleitet. Nach auffinden dieser im unwegsamen Gelände, erfolgte die Rettung per Spineboard. 
des Weiteren stellte der Gruppenführer der Personensuche eine Rauchentwicklung in der Nähe des Vermissten fest. Ein Flächenbrand ca 50 x 50 m wurde nach der Rettung mit dem Vorrat der drei wasserführenden Fahrzeuge bekämpft. 
manch gut 1,5 Stunden war das Szenario abgearbeitet und konnte zufrieden nachbesprochen werden. 

Ausbildung für Bediener von Motorkettensägen

 

Am Samstag (19.3.) trafen sich 14 Kameraden der drei Einsatzgruppen um den Umgang mit der Kettensäge Schulen zu lassen. Der Sturm der vergangenen Wochen hat reichlich Material im Wald zurückgelassen, sodass für jeden Teilnehmer mindestens ein Baum zur Verfügung stand. Die beiden Ausbilder ( Forstwirt und Ausbilder für Motorkettensägen) starteten mit einer Sicherheitsunterweisung, in der nochmals sämtliche Sicherheitseinrichtungen einer Kettensäge erklärt wurden.

Nach einem kleinen Frühstück teilten sich die Kameraden nochmals in zwei kleineren Gruppen um noch mehr auf jeden einzelnen eingehen zu können. Gestartet wurde dann mit einer Sicherheitsfällung eines angelehnten Baumes, um für alle die Vorgehensweise zu veranschaulichen. Danach folgten unzählige Tips zur richtigen Beurteilung eines umgestürzten Baumes mit Wurzelteller, Teils abgebrochenen Bäumen und letztendlich der „einfach liegende Baum“.

Nach der Mittagspause erfolge der fliegende Wechsel, und der Rest der Teilnehmer konnte ebenfalls bestaunen, welche Kräfte auftreten sobald ein Baum nicht in seinem eigentlichen Stand vorgefunden wird.

An dieser Stelle nochmals Riesen Dank an die beiden Ausbilder, dem netten Waldbesitzer und natürlich an alle begeisterten Teilnehmer. Reichlich Material ist noch vorhanden, sodass im Herbst eine weitere Schulung stattfindet, Gespräche hierzu sind mit den Ausbildern bereits gelaufen und die Vorbereitungen angeschoben.

Beitrag und Bilder Nils Haubold